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Als die Mondsüchtigen, also Maxi und Moritz 1998 bei mir einzogen, hatte ich keinerlei Absichten, sie in irgendeiner Weise zu zähmen oder noch schlimmer: sie zu dressieren.

Ich war von dem Charme der beiden grünen Knutschkugeln fasziniert, ich wollte sie einfach nur liebhaben und beobachten, ihnen ein gutes Zuhause bieten, mehr nicht. Sie sollten selbst entscheiden, ob sie sich mir irgend-wann einmal anschließen wollten.

Vom ersten Tag an waren Maxi und Moritz nicht besonders schreckhaft. Wenn ich das Futter bzw. Wasser austauschte oder ihnen Obst in den Käfig hing, rückten sie zwar ängstlich zusammen, aber das war auch alles.

Schade nur, dass sie nicht einen einzigen Pieps von sich gaben. Sowas!Dabei saß ich doch in jeder freien Minute vor ihrem Käfig und quasselte liebevoll auf sie ein *grins*.

Dann, nach ein paar Tagen - endlich! Der erste Quiek! Es war Maxi, das zierliche kleine Weibchen, das sich zaghaft zu Wort meldete. Es war nur ein ganz leises zartes "Quiek", aber ich freute mich "tierisch" darüber. Irgend-wann fiel auch Moritz in unser Gebrabbel mit ein und gab seinen Senf dazu.

Von diesem Tag an textete ich sie zu. Ich redete mit ihnen wie mit Kindern. Nach einer Weile fiel mir auf, dass ich bei den üblichen Handlungen wie

  • Futter- und Wasser austauschen (Hm... guuut guuut...)
  • Obst in den Käfig hängen (Hm... jetzt gibt's was Feiiiiiines)
  • Kathis zum Freiflug rauslassen (Na meine Schatzis, wollt ihr rrrrrraus?)
  • etc.

immer den gleichen "Unsinn" vor mich hinbrabbelte und dabei immer die selben Worte verwendete. Diese Worte änderte ich nicht, sondern behielt sie bei. Für einen Außenstehenden mochte ich eine komische Figur abge-geben haben, es war schon ganz schön albern, wie ich mit meinen Kathis sprach... aber meine Worte, immer mit den selben Handlungen verbunden,
gaben ihnen Sicherheit. Die Worte wurden zu Ritualen.

"Badi Badi" bedeutete: "So ihr Süßen, jetzt wird geduscht"... und nix anderes. Dabei schwenkte ich lachend die Blumenspitze...

Sie hatten also nicht damit zu rechnen, dass ich jetzt den Käfig sauber-machen würde... nein, vielmehr gab es eine erfrischende Dusche (natürlich nur, wenn sie wollten *grins*).

Oder ich sagte "Hm... guuut guuut" und schmatzte ein bisschen dabei... dann wussten sie genau, dass es jetzt Futter gab und sie nicht etwa zum Freiflug rausdurften... ha ha...

Versteht ihr, was ich meine? Sie lernten, dass sie sich auf mich verlassen konnten.

Schon bald hatten sich Maxi und Moritz an "unsere Worte" gewöhnt. Ich merkte, dass es ihnen gefiel, wenn ich mit leiser Stimme auf sie einredete und sie gaben mir immer öfter "Antwort".

Das reizte mich natürlich, auch ihre Sprache, nämlich "Kathianisch" zu verstehen. Wie ich mich dabei anstellte, könnt ihr im nächsten Kapitel lesen...

Übrigens... nach dem Tod von Maxi, als Sammy bei uns einzog, änderte ich nichts an meinem Verhalten und behielt die Worte bei. Sammy hatte es viel einfacher, mein Gequassel zu "verstehen", er folgte ja seinem Kumpel Moritz wie ein unsichtbarer Schatten auf Schritt und Tritt und lernte so ganz auto-matisch.

                                             ***